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Change Hub Berlin: Digitalisierung neu denken
Mit dem Start der Social Impact Community des Change Hub in Berlin wurde der Grundstein für einen innovativen Umgang mit der Digitalisierung in der Gesundheit- und Sozialwirtschaftsbranche gelegt. | Foto: Thomas Ecke Berlin

Change Hub Berlin: Digitalisierung neu denken

08. Februar 2021

Die Digitalisierung war in vielen Bereichen der Wirtschaft, Politik und Gesellschaft noch lange eher Zukunftsmusik. Das änderte sich schlagartig mit dem Beginn der Pandemie Anfang letzten Jahres. Wegen des hohen Ansteckungsrisikos durch COVID-19 mussten neue Konzepte von Arbeiten, Lernen und Leben her. So wurde nach und nach fast alles digital umgestellt – mal schneller, mal langsamer, mal schlagartig. Auch in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft ist die Digitalisierung angekommen und sorgt für nachhaltige Veränderungen. Mit dem Start der Social Impact Community des Change Hub in Berlin wurde in der Hauptstadt der Grundstein für einen innovativen Umgang mit der Digitalisierung gelegt.

Sozial kann auch digital

Mit der Digitalisierung muss vieles neu gedacht und umgesetzt werden – so auch in der Branche der Gesundheit- und Sozialwirtschaft. Hierfür wurde eigens die Veranstaltung „Ohne sozial kein digital“ initiiert, bei der namhafte Vertreter*innen der Branche die Zukunft und digitalen Herausforderungen diskutierten. Denn bei den Tätigkeiten des Wirtschaftszweiges steht der Mensch mit seinen Bedürfnissituationen im Mittelpunkt und gerade dort sind persönliche Begegnungen von größter Bedeutung. Doch diese sind digital nur schwer zu ersetzen und damit die größte Herausforderung der Branche in Pandemiezeiten.

Thomas Katzenmayer (l.), Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Bank, und Dr. Malte Frederik Möller, Geschäftsführer Change Hub. Foto: Thomas Ecke Berlin
Thomas Katzenmayer (l.), Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Bank, und Dr. Malte Frederik Möller, Geschäftsführer Change Hub. Foto: Thomas Ecke Berlin

Zukunftsweisende Orte für neue Innovationen

Mit dem innovativen Event-Format wurde auch gleichzeitig der Change Hub der Evangelischen Bank in Berlin offiziell eröffnet. Dieser gilt mit dem Auftakt der Veranstaltung als digitaler Vordenker für die Branche und steht in enger Vernetzung mit der Wissenschaft. Das Event war das Startsignal der Social Impact Community, die sich in der Zusammenarbeit von Unternehmen und Verbänden der Gesundheits- und Sozialwirtschaft bildete. 

„Wir geben heute das Startsignal für die Social Impact Community“, sagte der Geschäftsführer des Change Hub, Dr. Malte Frederik Möller. „Die Zeit für Co-Creation in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft ist angebrochen – werden Sie Teil dieser Community.“ 

Ziel ist ein gesamtgesellschaftlicher Impact

Das Ziel der Community ist eine gesellschaftliche Wirkung zu generieren. Hierfür bietet der Hub viele Möglichkeiten für Co-Creation, Workshops, Events und Networking-Aktivitäten. Auf den ehemaligen Flächen der Bankfiliale können sowohl frische als auch etablierte Unternehmer*innen die räumlichen Möglichkeiten nutzen, um kreativ ihre Geschäftsmodelle, Strategien und Prozesse neu zu denken und zu gestalten.

Namhafte Vertreter*innen aus Gesundheits- und Sozialwirtschaft sowie Wissenschaft diskutierten auf dem digitalen Auftaktevent des Change Hubs mit 300 Teilnehmern über die Zukunft und die digitalen Herausforderungen in der Branche. Zu den Diskutanten gehörten Ulrich Lilie (Präsident der Diakonie Deutschland), Dr. Peter Neher (Präsident des Deutschen Caritasverbandes), Prof. Dr. Jutta Allmendinger (Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung), Thomas Katzenmayer (Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Bank) und nicht zuletzt Friedensnobelpreisträger Prof. Muhammad Yunus. Er gratulierte zum Start des Change Hub und würdigte ihn als wichtige und vielversprechende Initiative.

Digitaler Vordenker für die Branche

Der Vorstandsvorsitzende der Evangelischen Bank, Thomas Katzenmayer, erklärte: „Deutschlands Nachhaltigkeitsbank unterstützt den digitalen Wandel in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft.“ Deshalb sei der Change Hub in Berlin – als digitaler Vordenker für die Branche und in enger Vernetzung mit der Wissenschaft – ins Leben gerufen worden. Die Veranstaltung habe deutlich gemacht, dass es jede Menge Lösungsangebote in der Branche gebe. „Wenn es um die Finanzierbarkeit der sozialen Arbeit gehe, werden wir künftig aber – auch pandemiebedingt – neue Modelle denken müssen.“

Der Change Hub Berlin und die digitale Auftakt-Veranstaltung zeigen deutlich, dass Digitalisierung nicht nur einen Computer und das Internet beinhaltet. Digitalisierung muss weitergedacht, ausgebaut und entwickelt werden. Nur so kann das große Potenzial der Vernetzung, dezentrales Arbeiten, Treffen und Kommunikation voll ausgeschöpft und innovativ und effizient genutzt werden. (kk)